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Überladen?

Als Fahrer sind Sie dafür verantwortlich, dass der Lieferwagen das im Fahrzeugausweis eingetragene Gesamtgewicht nicht überschreitet. Bis 100 Kilo zu viel ist eine Ordnungsbusse von 100 Franken fällig.

Darüber kostet eine Überschreitung bis zu fünf Prozent des zulässigen Gewichts 200 Franken. Über fünf Prozent wird es schnell teurer: Dann erlässt die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl, der auch Verfahrenskosten nach sich zieht. Die Busse hängt in diesem Fall von Ihrem Verschulden und Ihren finanziellen Verhältnissen ab. Zudem kann dann das Strassenverkehrsamt je nach Schwere des Verstosses eine Verwarnung oder einen Fahrausweisentzug anordnen. Dies gilt besonders, wenn das vom Hersteller festgelegte Garantiegewicht überschritten wurde.

Übrigens: Als Fahrer sind Sie selber dafür verantwortlich, das Maximalgewicht einzuhalten – auch wenn es der Chef war, der sie aufgefordert hat, noch ein paar Kisten mehr aufzuladen. Oft spricht man in der Praxis von einer Toleranz. Sprich dass man gewisse Kilo überladen darf, ohne gebüsst zu werden. Im Ordnungsbussengesetz (OBG) ist aber nicht von einer Toleranz die Rede, sondern von einer Geräte- und Messunsicherheit in der Höhe von 3%.

Vorsicht Achslast. Bekanntlich wird nicht nur das Überschreiten des GG kontrolliert und allenfalls gebüsst, sondern es dürfen auch einzelne Achs- und Reifengarantie Gewichte nicht überschritten werden. Ansonsten drohen auch dafür teure Bussen.

Tipp: Wägen Sie ihr Fahrzeug in betriebsbereiten Zustand. Denn jede Zuladung, ob Fahrzeugeinrichtung, Dachträger und Werkzeug gehen der eingetragenen Nutzlast im Fahrzeugausweis ab. Sowie auch: Vergessen Sie dann nicht, das Gewicht des Fahrer und ev. Beifahrer dazu zurechnen.